Es gibt doch tatsächlich Leute…
31. August 2009…die allen Ernstes behaupten, diese Seite sei nicht up to date! (Sacha gibt’s!) Aber man muss nicht alles verstehen, mit etwas Kulula kommt man auch so in Laune:
…die allen Ernstes behaupten, diese Seite sei nicht up to date! (Sacha gibt’s!) Aber man muss nicht alles verstehen, mit etwas Kulula kommt man auch so in Laune:
Und das Netz lebt doch! Endlich wieder was Neues!
Ende Juli ging dieser erst Mal mit einem relaxten Konzert in Luzern los: Söhne Mannheims. Erste Sahne! Das gab’s für nen Kollegen zur Hochzeit von mir. Zuerst wackelig übern Vierwaldstätter See mit dem Schiff zum Kultur- und Kongresszentrum, dann wackelig das Konzert genossen:
Kurz drauf ging es dann wirklich in den Urlaub: Singapore und Philippinen. Weil wir zwar saubillig fliegen können, dafür aber keinen Anspruch auf ein Plätzchen an Bord haben, gestaltete sich die Reise jeweils etwas herausfordernd. Hinflug: Rebekka aufm Jump Seat in der Bordküche. Einen Tag später (!) ich dafür Business Class. Rückflug: Bek Business, ich Jump! Immerhin im gleichen Flieger! Und: Hauptsache fliegen! Denn: Nur was ist schöner?? Richtig: Singapore!
Wir genossen die Zeit bei den Schwiegereltern und bei Freunden auf den Philippinen sehr! Gerne wären wir noch viel länger geblieben!
Singapore und die Philippinen waren ein krasser Kontrast für uns. Die Millionen-Metropole, dann die armseligen Hütten im Busch der Philippinen. Wir flogen von Singapore via Manila (wo wir die Ehre hatten, im seit einem Tag eröffneten neuen Terminal umzusteigen - außer die Klimaanlage funktionierten zwar weder Anzeige-Screens noch Lautsprecher…) nach Davao City. Dort wurden wir von Freunden abgeholt.
Von Davao aus konnten wir ein Dorf weit ab der Zivilisation besuchen, in welchem Rebekkas Eltern während ihrer Zeit auf den Philippinen lebten. Wir erlebten eindrückliche Tage bei den Ureinwohnern.
Leider wird gerade die südliche Inseln der Philippinen, Mindanao immer wieder von den dortigen Rebellen geplagt. Aktuell gab es wieder Zwischenfällen mit vielen Toten.
Jetzt sind wir wieder in Basel und genießen die letzten Tage hier. Bereits in zwei Wochen werden wir umgezogen sein und unseren neuen Dienst in Ziefen und Reigoldswil antreten! (Unsere neue Adresse dort übrigens ist: Unterbiel 7, CH-4418 Reigoldswil.) Gilt ab sofort! Wir freuen uns auf die neue Herausforderung!
“Ziel erreicht” könnte man sagen: Nach fünf Jahren Studium fand am 22. Juni 08 die Ordination statt. Sprich die Einsegnung in den zukünftigen Dienst! Auf St. Chrischona ist das der “Festtag des Jahres” und dieser wurde natürlich würdig gefeiert!
So wirklich fassen kann man es wohl erst nach einigen Tagen und Wochen, dass das Studium jetzt vorbei ist. Dass man die Leutchen, mit denen man diese Jahre verbrachte nun erstmal nicht mehr sehen wird. Dass man den gewohnten und liebgewonnen Campus so schnell nicht mehr betreten wird und wenn, dann nur noch als Gast… [schluchz, heul,…]. Trotz der hin und wieder aufleuchtenden Wehmut freuen wir uns auf das was jetzt kommt. Ab September starten wir unseren neuen Job in Ziefen!
Hallo lieber Page-Besucher!
Was lange brach lag, ist endlich wieder aufgefrischt: diese Web-Page!
Schön dass du vorbeisurfst!
Viele aufregende Sachen hatten die letzten Wochen mit sich gebracht! Zum einen war da die Zukunftsfrage: Wo werden Rebekka und ich ab Sommer unseren Dienst antreten (im Juni beende ich mein Studium)? Als nächstes musste ich im Jan. und Feb. meine Diplomarbeit schreiben.
Und dann gab es das große Highlight des Jahres für uns: Unsere Hochzeit am 15. März! Wir haben einige Bilder des Festtages hochgeladen! Bei allen Freunden und unseren Familien, die zum Gelingen dieses großartigen Tages beigetragen haben, bedanken wir uns ganz herzlich! Ohne Euch wäre es nicht möglich gewesen, diesen Tag so zu feiern! Und natürlich auch ein herzliches Dankeschön an alle, die aus der Ferne und der Nähe an diesem Tag unsere Gäste waren! Wir haben es sehr genossen!
Ein spannendes Jahr steht vor der Tür! Der Auftakt dazu besteht darin, meine Diplomarbeit zu schrieben. Dieses Projekt wollte ich natürlich in den ersten Januartagen gleich willensstark und selbstbewusst angehen! Aber denkste! Denn mal wieder erkältet im Bett sinne ich über ein gesunderes Leben nach, während 1000 Kommilitonen von mir Seite nach Seite in den Laptop tippen - allen Kranken zum trotz! - Demutslektion oder die Konsequenzen eines ungesunden Lebensstils??? Hmmmmmm…
Grund zum lachen gibt’s trotzdem! Alter Streifen ganz neu aufgelegt! Zieh es dir rein:
LOVE oh LOVE! Da wären wir auch schon beim nächsten Thema: -oh yeah- eine HOCHZEIT steht an!! Infos gibt’s dazu unter www.rebekkaundmartin.net Zum Gottesdienst und Apero sind alle herzlich eingeladen!!!
Nach der Hochzeit gilt es dann schon bald einen neuen Job anzutreten, denn im Juli ist mein Studium fertig! Rebekka und ich haben verschiedene Möglichkeiten in der Schweiz und in Deutschland! Wo wird es uns hinverschlagen??? Auch hier wird’s uns nicht langweilig…
Aber: Jetzt werden wir erstmal wieder gesund und dann kommt eins nach dem andern!
Lieben Gruss von St. Chrischona!!
Euer Martin
Letzten Samstag durfte ich nen Input beim Startup Gottesdienst in der Freien evangelischen Gemeinde in Rapperswil (Zürcher Oberland) machen. Rund 50 Teens zwischen 13 und 16 Jahren waren da. Thema des Gottesdienstes war Gewalt. Hab ein bisschen über Südafrika erzählt. Und dass Gewalt, wenn ich sie anwende, immer etwas mit meiner Unzufriedenheit zu tun hat. Jesus sagte einmal: Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun. Ich glaube, dass die lohnenden “Früchte” diese sind, die von Jesus kommen. So hab ich das den Teens erzählt und irgendwie war es dann echt ne runde Sache an dem Abend. Glaube ich selbst hab so Manches gecheckt, während ich da so erzählt habe und die Teens eben auch.
Richtig korrekt an dem Abend war auch die Teenagerband: Krass cool und einfach mal abgegangen.
Themawechsel. Hier auf St. Chrischona haben wir zwar viel um die Ohren, aber trotzdem Kapazität für so manche hitverdächtige Aktion. So eröffnen wir morgen die GRILLSAISON 2008! Wir wollen einmal der Zeit voraus sein! So haben wir beschlossen Glühwein und Bratwürste zu besorgen und alle Kommilitonen einzuladen. Zwei Finnenkerzen haben wir grad noch mit ner stumpfen Motorsäge gebastelt. Sind gespannt wie’s wird! So long. Bye bye. ![]()

Eigentlich sollte man am Donnerstag 4.10.2008 um kurz nach elf konzentriert im Unterricht sitzen und mit eifriger Hingabe Sätze des Dozenten in den Laptop tippen, um sie am Nachmittag willig wiederholen zu können. Zumindest wenn man am TSC studiert im siebten Semester - wie ich es eben tue. Mir scheinen aber an diesem Vormittag mal wieder die Nachrichten (die über W-LAN aus der ganzen Welt ins Klassenzimmer auf meinen Screen sprudeln) mehr anzuhalten, als das Geschehen im Klassenzimmer.
Kim Jong und Roh Moo Hyun lassen mich an gestern denken. Wiedervereinigung! So wirklich glauben tue aber weder ich noch der Rest der Welt, dass sich was Historisches tut auf der koreanischen Halbinsel.
Die 3000 Kumpels in Südafrika, von denen gerade noch 2000 2000km in der Tiefe der Erde feststecken, weil der Hauptaufzug der Mine irgendwie nicht mehr geht und denen scheinbar langsam die Luft zum atmen ausgeht, erinnern mich an die Zeit in Johannesburg. Und sie wecken mein Mitleid, weil es Arbeiter in den Gruben doch auch ohne Notfall und Wettlauf gegen die Zeit schon schwer genug haben. Und weil ich weiß, dass „ein paar, in dumme Umstände geratene, Schwarze da unten“ für den fünftgrößten Goldproduzent der Welt doch weit weniger dramatische Emotionen hervorrufen werden, als eine schlechte Bilanz zum Jahresende. Doch dann frage ich mich, ob ich mich zum Lift vordrängeln versuchen würde, oder geduldig den andern den Vortritt in die Freiheit gewähren würde. Mit dem Risiko, dass mir dann der Sauerstoff nicht mehr reicht. …
Zurück auf meinem Screen wird dann das Mitleid mit den Menschen noch mehr geschürt. Denn ich lese diesen Satz hier: “Den Tod eines Mannes voranzutreiben, auch eines schlechten Mannes, weil Büroangestellte es nicht über sich bringen, eine bürokratische Prozedur veränderten Umständen anzupassen, ist ein niedriger Akt, der einem den Atem raubt, der von einer Freude am Tode zeugt, die einem das Blut in den Adern gefrieren lässt”. Weil der Oberste Strafgerichtshof in den USA nämlich um 17 Uhr Feierabend macht, wird die Giftspritze wie geplant verabreicht. Michael Richard ist jetzt tot.
Aber es geht weiter mit meinem Leben. Ob ich es will oder nicht. Es ist schon kurz vor 12. Um halb eins gibt’s Mittagessen.
Der Sommer ist vorbei und damit auch die irgendwie schönen Tage. Schon eine Woche lang heißt es jeden Morgen: Zu wenig Schlaf, zu viel Automatenkaffee. 8 Uhr beginnt die Schule, wenn’s dumm läuft 18 Uhr Feierabend. Jawohl, ich bin zurück auf St. Chrischona und habe meine letzten zwei Semester Theologiestudium in Angriff genommen. Besser gesagt: sie mich. Ebenfalls lebe ich nicht mehr wie dazumal in Afrika alleine in einer Wohnung, habe wenig private Sozialkontakte, dafür auch wenig Stress, Sorgen und Freakshow. Sondern ich bin wieder mitten unter gut 100 Kommilitonen. Fühle mich öfters überfordert und einer gewissen Reizüberflutung ausgesetzt. Zum Beispiel Mittagessen: In 30 Minuten muss alles über die Bühne gehen. Einschließlich dem Nebenmann Salz und Pfeffer reichen und Geschirrrückgabe. Der Lärmpegel im Speisesaal kommt dem eines startenden A380 gleich und die Hast nach dem Süppchen vorab einer herbstlichen Treibjagd.
Trotzdem schön wieder hier zu sein. Wir wohnen zu fünft in einer WG und fühlen uns doch irgendwie wieder zu Hause. Dass das neue Top Thema ‘Diplomarbeit’ heißt, freilich daran müssen wir uns noch gewöhnen. Aber das Mittagessen klappt ja auch schon ganz gut…
“It has not snowed here since 1981″ schrieb mir gestern ein Freund aus Südafrika und schickte ein Bild mit dicken Schneeflocken mit! Bin nicht ganz unfroh, dass ich mittlerweile auf der Nordhalbkugel bin… denn die Häuser da unten haben weder Isolation noch Heizungen! Kalt! Glirr! Frier!
Um meine Strapazen von 10 Monaten Praktikum gut zu verarbeiten, mache ich jetzt Urlaub in Südfrankreich (mit Rebekka und ihrer Family). Ausspannen und ausruhen. Noch ein bisschen hab ich Mühe mit dem Kulturschock zurecht zu kommen, aber manchmal muss man dann halt einfach nen Kompromiss machen, dann klappt das schon:
